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Erinnerungen

DIY: Brautstrauß trocknen und in einem Bilderrahmen als Erinnerung aufbewahren

5 min

Die Hochzeit ist vorbei und es bleiben nur noch die Erinnerungen. So viel Organisation, Emotionen und auch Kosten wurden in die eigene Hochzeit investiert. Insbesondere um den frischen Blumenschmuck und die schöne Dekoration ist es sehr schade. Wir zeigen dir, wie du deinen Brautstrauß als individuelles Erinnerungsstück aufbereiten kannst und somit auch noch länger etwas davon hast.

Brautstrauß aufbewahren und die Blumen trocknen
DIY Merkmale für einen Bilderrahmen
23 €
mittel
5 Std.

Vorbereitungen

Wenn du vor hast deinen Brautstrauß aufzubewahren, solltest du bereits vor deiner Hochzeit ein paar Vorbereitungen treffen. Du wirst deinen Brautstrauß innerhalb von ein bis zwei Tagen nach der Hochzeit für den Trocknungsprozess vorbereiten müssen, da das Ergebnis umso schöner wird, umso besser der Zustand deiner Blumen ist. Wenn du bspw. auf einen Samstag heiratest, sollest du bereits am Sonntag oder spätestens am Montag deine Blumen verarbeiten.

Daher besorge dir bereits vorab alle benötigten Utensilien und Hilfsmittel.

Einkaufsliste

  • deinen Brautstrauß
  • wenn du magst auch weitere Blumendekoration (Dekoration von deiner Hochzeit mit denselben Blumen wie in deinem Strauß – so könntest du auf Reserve ein paar mehr Blumen trocknen und kannst dir die schönsten raussuchen)
  • großer Bilderrahmen (bei Amazon)*
  • kleiner Bilderrahmen (bei Amazon)*
  • Dekoration wie Stoff von deinem Brautstrauß, Schleier oder Schmuckstücke
  • ein Foto

Zum Blumen trocknen mit Blumenkonservierungssalz:

Zum lufttrocknen von Blumen:

  • Schere
  • Küchenpapier
  • Haarspray

Weitere Hilfsmittel:

Die mit * gekennzeichneten Links sind Affiliat Links und Werbung, weil auf konkrete Produkte hingewiesen wird. Diese dienen zur Orientierung und zum einfachen Auffinden der Produkte und werden, falls sie genutzt werden, mit einer kleinen Provision ausgezahlt. Für euch als Käufer wird der Preis dadurch nicht teurer.

Exkurs: Blumen trocken

Als erstes musst du deinen schönen Brautstrauß leider öffnen, damit du die einzelnen Blumen verwenden kannst. Wie genau du das am besten machst, hängt ganz davon ab wie dein Brautstrauß gebunden wurde. Taste dich einfach vorsichtig ran.

Dann sortierst du am besten erstmal alle Blumen nach der Art und entfernst bereits jene die nicht mehr schön aussehen.

Blumen trocknen mit Blumenkonservierungssalz

Nimm dir eine Dose und befülle den Boden bis eine ca. 2 cm dicke Schicht von dem Konservierungssalz entstanden ist. Beginne mit den wichtigsten Blumen und platziere diese im Salz. Nutze die Zwischenräume von größeren Blüten mit kleineren Blüten aus. Fülle auch in das Innere der Blüten Salz, damit diese von allen Seiten gleichmäßig bedeckt ist. Sei hierbei aber vorsichtig, damit die Form erhalten bleibt. Anschließend schichte wieder 2 cm Konservierungssalz in die Dose. Du wiederholst den Ablauf solange bis deine Dose voll oder dein Salz verbraucht ist. Zum Schluss verschließt du die Dose mit einem Deckel.

  • Tipp I: Trockne dein Blumensalz und verwende es wieder
  • Verteile das Salz nach der Verwendung auf einem Backblech und schiebe es bei 200 Grad Ober- und Unterhitze für 30 Minuten in den Ofen. Dieser Trocknungsvorgang entzieht dem Salz die Feuchtigkeit und macht es wiederverwendbar. 
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  • Tipp II: Erneuere nach 4-5 Tagen das Salz und wechsle die Blumen aus
  • Hol die Blumen aus dem Salz und lege bereits fertig getrocknete Blumen beiseite. Du wirst beim Anfassen der Blumen merken, ob diese bereits vollständig getrocknet sind oder nicht. Pack das Salz einmal zum Trocknen in den Ofen und bestücke es anschließend in der Dose erneut mit Blumen. Du kannst neue Blumen nehmen, bspw. Blumen die du bisher parallel aufgrund von Platzproblemen in der Plastikdose an der Luft trocknen lassen hast oder Blumen die nach den erste 4-5 Tagen noch nicht fertig getrocknet sind.

Die Trocknungsdauer beträgt in der Regel ca. 1 Woche. Du kannst zwischendurch einfach in der Dose nachschauen. Das Gute ist, es passiert nichts, wenn die Blüten ein paar Tage länger im Konservierungssalz liegen bleiben. Sind die Blumen dann fertig getrocknet, befreie sie durch vorsichtiges Klopfen vom Salz und fixiere sie mit etwas Haarspray.

Vorteile:

  • die Blumen trocknen innerhalb weniger Tage vollständig durch
  • die Farben und Formen bleiben deutlich schöner erhalten
  • das Salz ist über die Trocknung im Ofen wiederverwendbar

Nachteile:

  • das Salz ist nicht günstig
  • das Salz rieselt aufgrund der feinen Körnung stark herum, deswegen am besten im Freien verwenden – Achtung bei Kindern & Tieren
    Eine Rose mit Blumenkonservierungssalz trocknen
    Blumen trocknen mit Blumenkonservierungssalz

    Blumen an der Luft trocknen

    Falls dein Salz nicht für alle Blumen ausreicht oder du deine Blumen lieber ohne Konservierungssalz trocknen möchtest, kannst du diese auch ganz herkömmlich an der Luft trocken. Sprüh die Blumen dazu einzeln mit Haarspray ein. Achte dabei darauf, dass du auch aus unterschiedlichen Richtungen direkt in die Blüte sprühst. Anschließend kannst du die Blumen auf einer Fläche mit Küchenpapier ablegen oder an einem Faden verkehrtherum aufhängen. Wenn du dich für das auslegen entschieden hast, dreh die Blumen hin und wieder, damit keine platten Stellen an den Blüten entsteht. Je nach Art der Blume wird der Trocknungsprozess zwischen 2 bis 4 Wochen dauern.

    Vorteile:

    • diese Methode kostet nichts
    • die Trocknung kann ohne Vorbereitung umgesetzt werden

    Nachteile:

    • der Trocknungsprozess dauert relativ lange
    • die Farben und Formen bleiben nicht immer schön erhalten

    Das Ergebnis beider Trocknungsmethoden siehst du im Vergleich in unserer Videoanleitung.

    Den Bilderrahmen vorbereiten

    Das besondere an unserem Bilderrahmen wird sein, dass du über eine Aussparung das Foto in dem kleinen Bilderrahmen auch in der Zukunft noch wechseln können wirst. Daher bedarf es ein paar Schritte bevor wir mit den Blumen anrichten beginnen können.

    Nimm die Rückwand von dem großen Bilderrahmen heraus und zeichne dir die Mitte ein. Ausgehend von der Mitte zeichnest du die Außenmaße des kleinen Bilderrahmens an. Achte darauf, dass du alles parallel zu den Außenkanten des großen Bilderrahmens aufmalst, damit es am Ende nicht schief aussieht.

    Vom Bilderrahmen die Mitte anzeichnen
    Den Bilderrahmen mittig ausrichten beim Anzeichnen
    Den Bilderrahmen auf der Rückwand anzeichnen
    Kleinen Bilderrahmen für die Aussparung ausrichten

    Leg vorsichtshalber den kleinen Bilderrahmen nochmal auf und wenn alles passt, kannst du jeweils in die vier Ecken mit einem 2mm Holzbohrer Löcher bohren. Dabei solltest du den Bohrer innerhalb der Zeichnung ansetzen, damit durch die Löcher die Aussparung nicht größer wird, als du sie angezeichnet hast.

    Mithilfe einer Schneidematte als Unterlage sowie einem Lineal und Cuttermesser, kannst du an den vier Seiten immer wieder entlangritzen bis du schließlich durch bist. Setz den kleinen Bilderrahmen zur Probe in die Aussparung ein und falls die ein oder andere Stelle noch klemmt, kannst du mit Schleifpapier nacharbeiten.

    In die Aussparung für den Bilderrahmen Löcher bohren
    Die Aussparung für den Bilderrahmen ausschneiden

    Benutze anschließend das im Bilderrahmen beiliegende Hintergrundpapier, um die Rückwand zu verkleiden. Lege das Papier dazu einmal auf die Rückwand auf und schneide dir in die Aussparung zwei Diagonalen, damit du das Papier am Rand der Aussparung umklappen kannst. Fixiere nun doppelseitiges Klebeband auf der Rückwand (Achtung, verwende keinen flüssigen Kleber, dadurch könnte das Papier wellig werden) und klebe das Papier auf der Rückwand auf. 

    Aussparung im Bilderrahmen verkleiden
    Hintergrund auf Rückwand des Bilderrahmens kleben

    Da wir später auf dem Papier die Blumen und Dekoration festkleben und verhindern möchten, dass sich das Papier von der Rückwand löst, solltest du alle Ränder mit Klebeband fixieren. Heißt, zum einen das umgeklappte Papier in der Aussparung und zum anderen die Außenkante. Du klebst das Klebeband ca. 3 bis 5 mm auf das Papier an der Außenkante und klappst es anschließend nach hinten. Durch den Rand am Bilderrahmen, wird das Klebeband später nicht zu sehen sein.

    Hintergrund des Bilderrahmens verkleben
    Am Hintergrund des Bilderrahmens die Kanten verkleben
    Am Hintergrund des Bilderrahmens die Kanten umschlagen

    Nun kannst du den kleinen Bilderrahmen in der Aussparung positionieren und auf der Rückseite mit Heißkleber festkleben. Richte den Bilderrahme bündig an der Rückwand aus, damit der kleine Bilderrahmen möglichst weit ins Bild reingesetzt ist. 

    Kleinen Bilderrahmen in die Aussparung einsetzen
    Kleinen Bilderrahmen in der Aussparung verkleben

    In den Bilderrahmen Blüten und Dekoration einkleben

    Setz die Rückwand wieder in den Bilderrahmen ein und lege das Glas erstmal zur Seite. Lege dir die Blumen und Dekoration in deinem Bilderrahmen so zurecht, dass es dir gefällt. Wenn du zufrieden bist, kannst du beginnen alles mit Heißkleber festzukleben. Sollten bspw. deine Rosen zu dick für den Bilderrahmen sein, kannst du diese auch legen.

    Haarschmuck in Bilderrahmen einkleben
    getrocknete Blumen in Bilderrahmen einkleben
    Glasscheibe in Bilderrahmen einlegen

    Wenn du alles eingeklebt hast, dreh den Bilderrahmen einmal vorsichtig auf den Kopf damit mögliche kleine Reste herausfallen und später nicht im Bilderrahmen liegen. Nun musst du die Rückwand nochmal lösen und waagerecht nach hinten weg aus dem Rahmen nehmen, damit du das Glas einsetzen kannst. Tipp: Putze das Glas nochmal! Nun kannst du den Rahmen und das Glas vorsichtig über deine Rückwand stülpen. Wir empfehlen dir die Spalten auf der Rückwand mit Heißkleber zu verschließen, damit die Luftzufuhr reduziert wird und die Blumen sich dadurch besser halten. 

    Zum Schluss setzt du noch ein schönes Bild von euch in der Größe 10 x10 cm ein.